
Am Montag, 14.07.2008, flog ich nachmittags von Berlin nach Riga. Dort traf ich Claire, meine Projektpartnerin aus Frankreich, die bereits drei Tage lang die Stadt erkundet hatte. Den folgenden Tag verbrachten wir mit Liegen am schönen, lettischen Ostseestrand und Schwimmen im Meer (was sich im Nachhinein als gut erweisen sollte, da das Wasser in Batumi leider nicht zu empfehlen ist…) und mit einer Stadttour. Um 23 Uhr startete unser Flieger nach Tbilisi, wo wir morgens gegen 3.30 Uhr Ortszeit landeten.
Wir hatten gehofft, einen ruhigen Platz zum Warten zu finden, aber damit war weit gefehlt. Sitzbänke sind Mangelware am Flughafen und so saßen wir nun inmitten der großen Halle und warteten halb wach, halb schlafend auf den ersten Bus, der uns in die Stadt bringen sollte. Dieser kam gegen 7 Uhr und setzte uns nach 40 Minuten Fahrt und einem ersten Eindruck von Tbilisi am Bahnhof ab. Der Bahnhof ähnelte einer Baustelle. Vor allen Schaltern warteten Menschenschlangen, wir versuchten -mit russischen und georgischen Wortfragmenten und Zeichensprache- den richtigen Schalter zu finden. Es gibt zwar pro Tag drei Züge nach Batumi, dennoch sind diese im Sommer sehr oft ausgebucht, da in der Ferienzeit sehr viele Georgier hierher ans Meer fahren. Aber wir hatten Glück: wir bekamen zwei Tickets für den 9-Uhr-Zug, fanden den richtigen Bahnsteig und kamen nach 7 Stunden in einem vollbesetzten Zug (und vier russisch-georgischen Filmen) in Batumi an.
In Batumi erwarteten uns Kurt und Zviad, zwei Mitarbeiter des Tourismuszentrums, am Bahnhof. Sie brachten uns zum Hotel und luden uns am Abend in einem Restaurant zu unserem ersten georgischen Essen ein: Auberginestreifen gefüllt mit Nusspaste, Schaschlik, Hähnchenspieße, Tomaten-Gurken-Salat mit Oregano, Käsebrot… dazu Hauswein, Wasser und Brot. Es war ein sehr schöner Abend nach dem wir sofort wieder ins Bett fielen.

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